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Klimaschutz: die Menschen wollen ihn, die Politik anscheinend nicht

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Klimaschutz – nur ein nervendes  Missverständnis?

Die Europawahl 2019 strafte jüngst die Parteien ab und Politiker wundern sich hinterher öffentlich in Talkshows, dass das Thema Klimaschutz aus “irgend einem Grund” plötzlich ein weltweites sei.

Da kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln.

Eins vorweg: der nun folgende Text ist keine Wahlempfehlung für “Die Grünen”. Auch wenn es manchem so scheint, ist der Artikel dem Wahlerfolg der Partei und den damit entbrannten Diskussionen in den Medien geschuldet.

Das “Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit” – das Umweltbundesamt – macht seit 1996 etwas Interessantes: es befragt in einer repräsentativen Umfrage die Bürger des Landes bzgl. des Umweltschutzes. Regelmäßig, alle zwei Jahre, wird damit das Umweltbewusstsein und das Umweltverhalten der Deutschen eruiert.

Klimaschutz doch nur ein Wahlkampfthema

Vergleicht man nun die Studienergebnisse von 2016 mit 2018, dann wundert es einen nicht wirklich, dass eine “Umweltpartei” heuer die größten Zuläufe erhielt. “Die Politik” jedoch scheint nach wie vor die Wichtigkeit des Themas nicht zu verstehen – und das kann einem wirklich Angst machen. Anscheinend sieht man es immer noch nur als Wahlkampfthema und nicht als Notwendigkeit für die Zukunft der Menschheit an.

Aber die Studie 2018 zeigt eines:

Die Menschen in Deutschland erwarten, dass Umwelt- und Klimaschutz stärker in andere Politikfelder integriert wird. Die Mehrheit der Befragten hält in den drei zentralen Politikbereichen Energie-, Landwirtschafts- und Verkehrspolitik offenbar einen grundlegenden Politikwechsel für erforderlich. Umwelt- und Klimaschutz soll in diesen Bereichen eine stärkere Rolle spielen und sie auch deutlicher prägen. (BMU.de)

Oben von Twitter verlinktes Statement konnte man also bei Anne Will hören. In gleicher Sendung war auch der Journalist Christoph Schwennicke zu Gast, der den Grünen Unredlichkeit vorwarf. In einem Artikel bei der “Welt am Sonntag” schrieb er, dass die Grünen die Zumutungen und Verzicht nicht benennen würden, die der Klimaschutz mit sich bringe.

Und auch das ist ein Statement, das man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen muss. Es geht nach wie vor nicht darum, dass wir den Planeten retten müssen, es geht immer noch nur darum, wie weit wir unsere Komfortzonen verlassen wollen. Es ist wichtiger unsere Bequemlichkeit darzustellen, anstatt wirklich etwas zu tun.

Zumutungen und Verzicht.

Wie würde denn dieser Verzicht aussehen?
Welche Zumutungen sind es, die hier angesprochen werden?

Wir sehen diese Argumente auch immer wieder in den Kommentarspalten der Social Networks.
“Wer grün wählt, der kann ja sein Auto verkaufen und sich ein Fahrrad zulegen.”

Das aber “Wetter” nichts mit “Klima” zu tun hat und auch “Friday for Future” seine Berechtigung hat, auch wenn mal Müll liegen bleibt, das sollte uns allen klar werden.
Verzicht ist Pflicht, wenn wir, unsere Kinder und Enkel überleben wollen.Es ist mehr als an der Zeit Pläne zu erstellen für den Notfall, der kaum noch abwendbar ist.

Es tut uns auch leid um den Busfahrer, aber die Menschen, die auf den Abgrund zu rasen, sollten uns noch wichtiger sein. Die Politik ist es, die dem Busfahrer einen neuen Arbeitsplatz schaffen muss.

 

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